Wovon Leipziger träumen: Gabriele Sammer – Ankommen in Leipzig
07.01.2013

- Gabriele Sammer / Foto: privat
„Jeder Traum, an den ich mich verschwendet/ Jeder Kampf, wo ich mich nicht geschont/ Jeder Sonnenstrahl, der mich geblendet/ Alles hat am Ende sich gelohnt…“ Mit diesen ermutigenden Zeilen des Dichters Louis Fürnberg und eigenen Schreibversuchen im Gepäck verließ ich die heimatlich-beschauliche Provinzstadt Dresden, um in Leipzig zu studieren. Ich war 18, und mich lockte der Faust – das Streben nach Wissen und durchaus auch die Studentenkeller. Die Messestadt schien mich mit offenen Armen zu empfangen, mit pulsierendem Leben, mit Charme und Seele. Und ich gestehe: Leipzig war für mich Liebe auf den ersten Blick. Und diese Liebe hat gehalten bis heute. [...]
Eine Fahrt mit dem sensiblen Leoliner der Straßenbahnlinie 7 will ich mir noch gönnen und der Georg-Schwarz-Straße einen Besuch abstatten. Dies ist wohl das Pflaster, wo sich derzeit am meisten bewegt wie zuvor in Lindenau und Plagwitz. Die Verbindungsstraße von Lindenau nach Leutzsch war nach 1990 eher ein Boulevard of broken dreams, nun schafft die Magistralenförderung die Chance, ein Stück weit den Traum der altansässigen und neu ankommenden Bewohner vom „Boulevard des Westens“ oder „Broadway“ zu gestalten. Kleine Cafés, Läden und Galerien entstehen, Fassaden werden begrünt, und das im Umbau begriffene Brunnenviertel soll zum nachbarschaftlichen Wohnen mit Gemeinschaftgärten einladen.
Ich schaue gerne mal rein in den Stadtteilladen des traditionellen BürgerVereins Leutzsch e.V., hier habe ich lange Zeit gern gearbeitet und hatte einen Chef, der Dienstbesprechungen mit neuen Texten oder eigenen Songs beginnt und nun bald zum 4. Mal mit Freunden das Musikfestival „Leutzsch rockt“ im Wasserschloßpark auf die Bühne bringen wird. Da lebt sich´s gut, und junge Bands bekommen die Chance, sich zu präsentieren. -
Den vollständigen Text von Gabriele Sammer aus der Leipziger Internetzeitung vom 31.12.2012 finden Sie hier.




