Friederike Raschke bringt Kultur in die Georg-Schwarz-Straße
23.05.2012

- Friederike Raschke bei ihrer Zugabe, mit den Musikern / Foto: Enrico Engelhardt
Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden sich am Mittwoch, dem 23.04.2012, über 20 Gäste im Stadtteilladen Leutzsch, in der Georg-Schwarz-Straße 122, ein. Die Leutzscher Schauspielerin und Dichterin Friederike Raschke präsentierte dort um 17 Uhr unter dem Titel "Frühlingserwachen im Ernst und im Lachen" einen bunten Blumenstrauß an kleiner Prosa, Gedichten und Sinnsprüchen. Alle Texte, sei es nun der über die ehemalige Schauspielkollegin, die in ihrem Kostüm aussah, wie "die kleine Schwester des Völkerschlachtdenkmals" oder die schriftstellerische Verarbeitung von Erfahrungen, welche sie auf ihren Gastspielreisen mit dem Hotelpersonal machen musste, waren nah am Leben dran. Das gefiel den Zuschauern sichtlich gut. Auch die beiden Musiker Uwe Franke und Sebastian Monse, die mit ihren Liedern die Texte umrahmten, konnten sich bei manchen Anekdoten ein Schmunzeln nicht verkneifen. Passend zu den Texten, erklangen Ostrock-Klassiker wie "Halb und Halb" von City oder das Lied "Wasser und Wein" von der Gruppe Lift. Dabei unterstrichen die beiden Musiker mit ihren Gitarren und den ausdrucksvollen Stimmen oft die vorhergehenden Texte der ehemaligen Schauspielerin des Leipziger Schauspielhauses.
Auch nach all den Jahren des Abschieds von der Bühne, ihre treuen Anhänger hat Friederike Raschke, die ihre Texte mit Witz und Geist vortrug, behalten. Ein etwas betagter Kavalier überreichte ihr nach der unterhaltsamen Stunde eine Rose und bestätigte ihr: "Sie bringen Kultur und Literatur in die Georg-Schwarz-Straße. Sie sind ganz wichtig für Leutzsch. Weiter so!" Dafür gab es auch vom übrigen Publikum noch mal Applaus und von Friederike Raschke eine weitere Zugabe.




