"Künftig eine gute Mischung" - Magistralenmanagerin Daniela Nuß will Georg-Schwarz-Straße beleben

17.02.2012

Bildinhalt: "Künftig eine gute Mischung" -  Magistralenmanagerin Daniela Nuß will Georg-Schwarz-Straße beleben  | Foto Christina Weiß
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Leutzsch
Die Georg-Schwarz-Straße galt lange Jahre als hässliches Entlein des Leipziger Westens. Unsanierte Häuser sowie leere Geschäfte und Wohnungen machten die einstige Flaniermeile zum ungeliebten Kind.

Doch mittlerweile beginnt sich das Bild zu wandeln: Schritt für Schritt werden Häuser einer Verjüngungskur unterzogen, zudem versuchen sich Leute mit Ideen an originellen Geschäftskonzepten.
Dieser Entwicklung will das örtliche Magistralenmanagement mehr Schub verleihen. Lange Wege muss dabei niemand gehen, Ansprechpartner finden sich im Stadtteilladen in der Georg-Schwarz-Straße 122. Ganz gezielt sollen auch kleinteilige Investitionen gefördert werden, betont Magistralenmanagerin Daniela Nuß, die mit sechs Mitstreiterin vor Ort berät und informiert.

Wer in der Georg-Schwarz-Straße etwas bewegen will, kann auch mit finanzieller Unterstützung rechnen. "Über den so genannten Verfügungsfonds stehen bis zum Jahre 2015 immerhin 250000 Euro bereit", so Nuß. Im Auftrag des Leipziger Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung können mit diesen Geldern Projekte gefördert werden, die sichtbare Spuren hinterlassen.

Diese reichen von Arbeiten an Fassaden über Bepflanzungen bis hin zum Gestalten von bisher leer stehenden Geschäften. Keine Förderung gibt es für Dinge, die das Straßenbild nicht aufwerten, wie beispielsweise die Sanierung von Wohnungen oder Gebäuden im Hinterhof. Maximal 50 Prozent der Kosten werden dabei übernommen, bei größeren Vorhaben ist die Fördersumme auf 10000 Euro begrenzt. Über die Vergabe der Mittel wird direkt vor Ort entschieden.
"Diese Aufgabe übernimmt der neunköpfige Magistralenrat aus Händlern, Anwohnern und Projektvertretern", erklärt sie. Das Interesse an leer stehenden Ladenlokalen sei da, es gebe immer wieder interessante Konzepte und Anfragen. Die meisten trudeln nach unsanierten Läden und Wohnungen ein. Gerade für Existenzgründer seien unsanierte Läden interessant. Doch häufig sei es schwierig, an die Eigentümer dieser Flächen heranzukommen, da so manches Gebäude in der Vergangenheit mehrfach den Besitzer wechselte.
Es sei eine große Chance für die Georg-Schwarz-Straße, hier Unverwechselbares zu etablieren. "Dann kommen auch zusätzliche Besucher von außerhalb."

So gebe es beispielsweise Ideen für Schauwerkstätten der unterschiedlichsten Branchen. Einige Cafés sind bereits vor Ort. "Allerdings ist es für die noch immer nicht leicht", weiß Nuß. "Meine Hoffnung ist, dass es hier künftig eine ähnlich gute Mischung gibt wie jetzt schon in der Zschocherschen Straße."

Bert Endruszeit

Leipziger Volkszeitung, Stadtleben Nord vom 17.2.2012


Nachricht vom 17.02.2012
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