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Diakonissenkrankenhaus: "Bank für gute Begegnungen"

Bildinhalt: Diakonissenkrankenhaus: "Bank für gute Begegnungen"  | Die Bank für gute Begegnungen. Foto: Diakonissenkrankenhaus
Die Bank für gute Begegnungen. Foto: Diakonissenkrankenhaus
 

"Bank für gute Begegnungen"
Diakonissenkrankenhaus lädt für 25. Juni zum Platznehmen ein

Die weiße Farbe leuchtet heiter, die breite Sitzfläche lädt zum Niederlassen ein, ein hölzernes Rad symbolisiert Mobilität: "Bank für gute Begegnungen" nennt sich das anheimelnde Möbelstück, und jetzt können es Besucher und Patienten im Evangelischen Diakonissenkrankenhaus betrachten und benutzen. Die Bank steht im Vorplatz zum Andachtsraum und ist eines von insgesamt 175 Exemplaren. Mit solch symbolträchtiger Sitzgelegenheit weist derzeit die Kaiserswerther Diakonie bundesweit auf ihr 175-jähriges Gründungsjubiläum hin.
1836 eröffnen Theodor und Friederike Fliedner in Kaiserswerth bei Düsseldorf die erste Diakonissenanstalt, um darin ledige evangelische junge Mädchen für die Arbeit mit Strafgefangenen, Kindern, Kranken und Armen und den Dienst in den Gemeinden auszubilden und "sich somit liebevoll der Menschen in leiblicher und geistlicher Not anzunehmen". Es war die Geburtsstunde der Kaiserswerther Mutterhaus-Diakonie. 175 Jahre später gehört sie mit mehr als 2300 hauptamtlichen und über 300 ehrenamtlichen Mitarbeitern zu den großen diakonischen Unternehmen in Deutschland. Inzwischen zählt der Kaiserswerther Verband in Deutschland derzeit 69 Diakonissen-Mutterhäuser.
Die Geschichte des Leipziger Diakonissenhauses selbst begann mit der Gründung der Schwesternschaft vor 120 Jahren am 1. Februar 1891. Neun Jahre später bezogen die Diakonissen den Neubau des Mutterhauses. Zugleich wurde am 24. Oktober 1900 das Krankenhaus eröffnet. "Mittlerweile hat sich die Institution zu einer hoch modernen und qualifizierten Behandlungseinrichtung in der Stadt Leipzig entwickelt. In der Tradition des Leitgedankens ,Zuwendung und Vertrauen' vollzieht sich bis heute der Dienst christlicher Nächstenliebe", meint Geschäftsführer Pfarrer Hans-Christoph Runne.
Gute Begegnungen zu ermöglichen und Räume für ein respektvolles Miteinander zu schaffen, dies sei in Leipzig und im gesamten Kaiserswerther Verband von jeher ein zentrales Anliegen gewesen, betont Runne. Die neu erworbene Bank unterstreiche diesen Anspruch 175 Jahre nach Gründung der Kaiserswerther Diakonie und 120 Jahre nach der Geburtsstunde der Leipziger Schwesternschaft "auf das Schönste". Einen ersten Großeinsatz könnte der "Bank für Begegnungen" bereits am Samstag, den 25. Juni, bevorstehen, wenn zwischen 10 und 13 Uhr ins Diakonissenkrankenhaus zum "Tag der Begegnung" eingeladen wird - zusammen mit anderen Akteuren aus der Georg-Schwarz-Straße. A. Rau.

Leipziger Volkszeitung, 21. Juni 2011


Nachrichtenübersicht Nachricht vom 22.06.2011
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