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Städtebauliches Entwicklungskonzept für Georg-Schwarz-Straße

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Mit dem städtebaulichen Entwicklungskonzept für die Georg-Schwarz-Straße liegt jetzt ein wesentlicher Baustein zur Revitalisierung dieser Magistrale im Westen Leipzigs vor. Oberbürgermeister Burkhard Jung wird die Vorlage auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden im Juni in die Ratsversammlung einbringen. 2010 war die Georg Schwarz-Straße – ebenso wie die Georg-Schumann-Straße im Norden – in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP) aufgenommen worden. Für die Georg-Schwarz-Straße stehen im Rahmen dieses Programms für die Jahre 2011 bis 2015 zwei Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden die Sanierung von Gebäuden, Maßnahmen im Verkehrsraum und Freiflächengestaltung gefördert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden gemeinsame Maßnahmen der Verwaltung und der Akteure vor Ort vor allem zur Belebung von Handel und Gewerbe. Das Zusammenspiel Privater und öffentlicher Institutionen ist entscheidend für den Erfolg des Programms.

Das städtebauliche Entwicklungskonzept entstand in einem zweijährigen Planungs- und Abstimmungsprozess, an dem neben der Stadtverwaltung die LVB und lokale Akteure beteiligt waren, vor allem die Ev. Diakonissenkrankenhaus gGmbH, die Stadtbau AG, der u. a. mit dem HausHalten e. V. kooperierende kunZstoffe e. V., der Lindenauer Stadtteilverein e. V. und der Bürgerverein Leutzsch e. V., dessen Stadtteilladen in der Georg-Schwarz-Straße 122 ein wichtiger Anlaufpunkt für Bürger und Vereine ist. Das Konzept definiert drei räumliche Schwerpunkte: den Eingangsbereich der Georg-Schwarz-Straße an der Merseburger Straße, den Bereich um das Diakonissenkrankenhaus und das gegenüber liegende Wohnkarree zwischen den Straßen An der Lehde und Güntherstraße sowie den Bereich um das Leutzscher Einkaufszentrum. Ziel ist es, im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren leer stehende Gebäude zu reaktivieren, Haltestellen behindertengerecht auszubauen, Freiräume zu gestalten und Verkehrsprobleme anzugehen – etwa durch Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Eingangsbereich der Georg-Schwarz-Straße, durch den Einbau von Querungshilfen und die Schaffung von Parkraum.

Erste Projekte wurden durch Akteure vor Ort bereits auf den Weg gebracht. Das gewichtigste ist die geplante Sanierung des Karrees gegenüber dem Diakonissenkrankenhaus. Die Stadtbau AG, die die Wohnblocks erworben hat, entwickelt hier ein neues Quartier: das „Brunnenviertel“. Die derzeit fast komplett leer stehenden gründerzeitlichen Wohnhäuser sollen saniert werden. Geplant sind verschiedene Wohnformen – vom generationsübergreifenden Wohnen bis hin zu Maisonettewohnungen – in unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen. Bereits angelaufen ist die Reaktivierung leer stehender Gebäude bzw. ungenutzter Ladenlokale durch den Haushalten e. V., der zwei Wächterhäuser in der südlichen Georg-Schwarz-Straße hat, und den kunZstoffe e. V., der seit 2009 in einem ehemaligen Uhrengeschäft das „hinZundkunZ“ als Raum für Kultur und Begegnungen betreibt und das Nachbarhaus als Zentrum für junge Kreative ausbaut.

PM der Stadt Leipzig vom 12.04.2011
http://www.leipzig.de/de/buerger/newsarchiv/2011/Konzept-Georg-Schwarz-Strasse-20037.shtml

Vorlage-Nr.: DSV/ 1358/
Bund-Länder-Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" (SOP) - Fördergebiet Georg-Schwarz-Straße
Städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 171 b Abs. 2 BauGB
http://notes.leipzig.de/appl/laura/wp5/kais02.nsf/docid/AD1E6462116F524BC125786C002E3C3E/

Dazu auch ein Artikel in der LVZ-Online vom 13.04.2011:
http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/stadtteile/entwicklungskonzept-fuer-die-georg-schwarz-strasse-steht--zwei-millionen-euro-bis-2015/r-stadtteile-a-83915.html

Entwicklungskonzept für die Georg-Schwarz-Straße steht - Zwei Millionen Euro bis 2015
Johannes Angermann

Leipzig. Die Stadtverwaltung hat nach zweijähriger Planungsphase ein städtebauliches Entwicklungskonzept für die Georg-Schwarz-Straße angenommen. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) wird auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden (ebenfalls SPD) das Konzept im Juni in die städtische Ratsversammlung einbringen. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.

Das nun vorgelegte Entwicklungskonzept entstand in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Verkehrsbetrieben und lokalen Akteuren wie Vereinen und Wirtschaft sowie dem Krankenhaus der Diakonie.

Die Planungen sehen drei räumliche Schwerpunkte vor: Den Eingangsbereich in die Georg-Schwarz-Straße von der Merseburger Straße kommend, den Bereich um das Leutzscher Einkaufszentrum sowie das Areal des Diakonissenkrankenhauses und das ihm gegenüberliegende Wohnkarree.

Die Stadt will in enger Kooperation mit lokalen Akteuren leerstehende Gebäude reaktivieren und das Verkehrsumfeld verbessern. Neben behindertengerechten Haltestellen sollen mehrere Verkehrsquerungen errichtet werden. Weiterhin sieht das Konzept die Schaffung einer Tempo-30-Zone vor.

Im vergangenen Jahr waren Georg-Schwarz- und Georg-Schumann-Straße in das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" von Bund und Ländern aufgenommen worden. Im Rahmen dieses Programms stehen für Gebäudesanierung, Freiflächengestaltung und Straßenbau von 2011 bis 2015 insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung.


Nachrichtenübersicht Nachricht vom 10.05.2011
Autor: Roman Grabolle