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Diakonissenkrankenhaus investiert 2011 acht Millionen Euro

- Hans-Christoph Runne - Foto André Kempner
Neues Ärztehaus und eigene Essenversorgung
Diakonissenkrankenhaus investiert 2011 rund acht Millionen Euro
"Was ist ethisch verantwortbar, gerecht - und kostenbewusst?" Beim Neujahrsempfang im Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig stellte Geschäftsführer Pfarrer Hans-Christoph Runne jetzt die berühmte Gretchenfrage. Angesichts des demografischen Wandels und der rasanten Entwicklung des medizinisch-technischen Fortschritts sei dies die große Herausforderung, der sich Krankenhäuser heute stellen müssten.
Mehr als 100 Gäste aus Politik und Verwaltung, Kirche und Gesundheitswesen waren der Einladung zum Jahresbeginn gefolgt. Mitarbeitende, Kooperationspartner und zahlreiche dem Haus verbundene Besucher nahmen Runnes nachdenkliche Worte auf und erlebten eine liebevoll als Schattenspiel in Szene gesetzte und musikalisch untermalte Weihnachtsgeschichte unter dem Stern von Bethlehem, die einen hoffnungsvollen Bogen über die Jahrtausende hinweg schlug.
Über das stimmungsvolle Spiel hinaus ließen die Gastgeber indes auch Zahlen und Fakten sprechen. Betriebsdirektor Christoph Möllering etwa sprach von 2010 als einem "Jahr der Veränderungen" - was Personal und Strukturen angehe. Die Einführung der Bereichsleiterstruktur im Pflegedienst, die Ausgliederung der Gefäßchirurgie als eigenständigen Bereich mit neuem Chefarzt, die Inbetriebnahme dreier neuer Stationen, die verbesserte Ausstattung der Patientenzimmer und die Ausweitung der Anzahl der Operationssäle zählte Möllering ebenso zu den erfolgreichen Neuerungen und Projekten wie die gerade erfolgte Rezertifizierung des Darmzentrums und gute Ergebnisse beim internen Qualitätsmanagement. Über 500 Kinder seien zudem im vorigen Jahr im Diakonissenkrankenhaus geboren und mehr als 12000 Patienten behandelt worden. Das entspreche einer Steigerung um mehr als 600 Fälle, zog der Betriebsdirektor Bilanz für die vergangenen zwölf Monate, um gleich darauf in die Zukunft zu blicken.
Auch 2011 scheint demnach ein Jahr der Veränderungen zu werden. Der Bau eines Ärztehauses in der Georg-Schwarz-Straße 55 stehe auf der Agenda, ebenso die Einrichtung einer krankenhauseigenen Küchenversorgung sowie eine Renovierung und Erweiterung der Intensivstation. Das Investitionsvolumen betrage rund acht Millionen Euro, so Möllering. Er unterstrich ebenso wie Edgar Strauch, der Konzerngeschäftsführer der gemeinnützigen GmbH edia.con, unter deren Dach Leipzigs Diakonissenkrankenhaus arbeitet, die Bewältigung dieser Aufgaben sei nur dank engagierter Mitarbeitender möglich, "die alle an einem Strang und vor allem in die gleiche Richtung ziehen". Darüber hinaus benötige man einen festen Verbund mit verlässlichen Partnern, wie die überregional tätige Holding evangelischer Krankenhäuser edia.con mitsamt ihren Altenpflege- und Rehabilitationseinrichtungen. Die Leistungen des Diakonissenkrankenhauses etwa auf dem Gebiet der Gefäßtransplantation stellten laut Strauch "eindrucksvoll" unter Beweis: "Auch kleine Krankenhäuser sind innovativ."
Angelika Raulien
Leipziger Volkszeitung, 2.2.2011
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Nachricht vom 02.02.2011
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