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Vortrag: Fußballfans als Teil der Opposition

- Hier im Fundbuero findet der Vortrag statt
Das Fundbuero Leipzig lädt für Mittwoch zu einem Vortrag von Mark Haarfeldt ein. Ab 19 Uhr referiert er im Ladengeschäft in der Georg-Schwarz-Straße 14 in Lindenau zum Thema der Fußballfanszene in der späten DDR und der Wendezeit.
Die Fußballfankultur in der DDR nahm seit den siebziger Jahre einen hohen Stellenwert bei Jugendlichen ein. Die, wenn auch seltenen, internationalen Erfolge der DDR-Clubs begeisterten zehntausende Menschen und schufen nun einen Raum für Artikulationen außerhalb des Verhaltenskodexes der SED. Der Staat reagierte mit repressiven Maßnahmen, so dass ein Teil der Fanszene den Fußball nicht nur als Sport, sondern als eine Möglichkeit ansah, ihre oppositionelle Haltung auszudrücken. Der Zusammenbruch der DDR steigerte diesen Trend. Durch die Unterstützung von westdeutschen Nazikadern etablierte sich schnell eine Struktur, die nicht nur beim Fußball, sondern auch bei anderen Gelegenheiten mit Gewalt vorging.
Mark Haarfeldt ist in Dresden geboren und wohnt in Bochum. Er hat Geschichte und Philosophie studiert. Derzeit promoviert er an der Universität Konstanz.
Text von r.
Leipziger Volkszeitung, vom 03.08.2012
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Nachricht vom 03.08.2012
Autor: Enrico
