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Lebendiger Adventskalender 2010 an der Straßenbahnlinie 7
Lebendiger Adventskalender "Linie 7" Leipzig
Die vier Kirchgemeinden von Lindenau, Leutzsch, Böhlitz-Ehrenberg und Gundorf existieren nach einer ersten Gemeindereform mit drei Pfarrstellen als Schwesternkirchverhältnis.
2010 haben die vier Gemeinden entlang der Straßenbahnlinie 7 den Lebendigen Adventskalender übernommen, der in Lindenau bereits seit 2005 stattfand.
Vom 1. bis 23. Dezember treffen sich große und kleine Leute jeden Abend um 19 Uhr in einem anderen Haus in einer der Schwesternkirchgemeinden.
Dort wird jeweils ein besonderes Fenster "geöffnet".
In der anschließenden kleinen Feier mit Liedern, Musik, vielleicht einer Kurzgeschichte, Impulsen zum Advent, oder auch mit Basteleien oder Plätzchen-bäckerei soll der Sinn von Advent und Weihnachten erschlossen werden. Manchmal gibt es dazu noch heiße Getränke oder Kekse, um miteinander Gemeinschaft zu pflegen und Zeit zu teilen.
Neben den Gemeindeblättern wird auch in Aushängen bekanntgegeben, an welchem Haus und an welchem Tag ein geschmücktes Fenster "enthüllt" wird.
Jedes teilnehmende Haus erhält eine leuchtende Transparentzahl. Die Zahl 24 bekommen die Kirchen, da dort am Heiligen Abend die Kirchentür für die Christvespern mit Krippenspiel geöffnet werden.
Sie sind herzlich eingeladen!
www.adventskalender.kirchendenkmale-gundorf.de
Aushänge zu den Veranstaltungsorten finden Sie
Lindenau: Gemeindeschaukasten Nathanael und Buchhandlung Seitenblick/Li. Markt
Leutzsch: Gemeindeschaukasten und Buchhandlung Junghanßstr. 2/Liebesinsel
Böhlitz-Ehrenberg: Gemeindeschaukasten Pestalozzi-Straße/Joh. Weyrauch-Platz
Gundorf: Gundorfer Kirchweg 2 (Schaukasten vor Kirche)
Burghausen: Bäcker
Gottesdienste mit Christvespern an Heiligabend:
15.30 + 17.00 Uhr Nathanaelkirche Lindenau, Rietschelstraße 5
15.00 + 17.00 + 22.00 Uhr Gundorfer Kirche, Gundorfer Kirchweg 2
14.30 + 16.00 +17.30 + 22.00 Uhr St. Laurentius Leutzsch,W.-Zipperer-Str. 149
17.00 Uhr Gemeindehaus Böhlitz-Ehrenberg, Johannes-Weyrauch-Platz 2
17.00 Uhr Diakonissenhaus, Georg-Schwarz-Str. 49
Überraschung hinter jedem Türchen - Lebendiger Adventskalender entlang der Linie 7 will das Zusammensein fördern
Einer der schönsten Tage in der Vorweihnachtszeit ist der 1. Dezember, wenn endlich das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden darf. Wer sich so einige Überraschungen nicht entgehen lassen will, sollte in den kommenden Tagen mal im Leipziger Westen vorbeischauen. Dort gibt es dieses Jahr wieder einen lebendigen Adventskalender, bei dem Familien und Organisationen ihr Heim für ein paar besinnliche Stunden öffnen.
Geschenke besorgen, Plätzchen backen, die Wohnung schmücken, den Weihnachtsbaum am besten noch selbst schlagen - die Vorweihnachtszeit kann schon in Hektik ausarten. "Deshalb wollen wir ein Angebot für Ruhe und Besinnlichkeit bieten", erklärt Organisatorin Antje Wilde die Idee hinter dem lebendigen Adventskalender. "Jeden Abend können Interessierte ein paar Stunden in netter Gemeinschaft erleben und sich bei Kurzgeschichten, Liedern oder Gesprächen auch wieder den Sinn von Weihnachten bewusst machen."
Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Lindenauer Stadtteilverein einen lebendigen Adventskalender organisiert. "Aber das macht natürlich auch immer sehr viel Arbeit, besonders wenn sich nur ein Viertel daran beteiligt", erklärt Wilde, warum sich dieses Jahr die vier Schwesterkirchgemeinden entlang der Straßenbahnlinie 7 gemeinsam um das Projekt kümmern und Familien in Lindenau, Leutzsch, Böhlitz-Ehrenberg und Gundorf ihre Türen öffnen. "Damit werden auch mehr Menschen angesprochen", so Wilde. Es sei zugleich eine gute Möglichkeit, dass die Kirchgemeinden stärker zusammenwachsen und Interesse für den Glauben geweckt wird.
Die Botschaft von Jesus Christus werde natürlich an einigen Abenden eine Rolle spielen, aber ob die Teilnehmer mit ihren Gästen basteln, backen oder lesen, das ist ihnen selbst überlassen, so Wilde. Nach der jeweiligen Öffnung des geschmückten Fensters werden zum Beispiel ein Hausflohmarkt, Andachten mit Gebet und Stille, ein thematischer Kreis für Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern oder auch ein Lagerfeuer organisiert. Letzteres jedenfalls hat Angela Petzold, die nach Gundorf einlädt, vor. "Natürlich wird es auch Glühwein und leckere Plätzchen geben", verspricht sie. Und wahrscheinlich werde auch gesungen - sowohl ein paar gemeinsame Lieder als auch ein Ständchen von ihrem Mann, dem Opernsänger Martin Petzold, seien eingeplant. Mehr möchte sie aber noch nicht verraten, das Wichtigste sei ohnehin, dass der Advent durch das Projekt wieder Lebendigkeit bekomme.
Die letzten Türchen werden übrigens am 24. Dezember bei den jeweiligen Kirchen geöffnet. "Dort gibt es Gottesdienste mit Christvespern und Krippenspielen", so Wilde. "Die Kirchen werden wie jedes Jahr wieder voll sein." Doch auch schon vorher seien große und kleine Leute jeden Abend eingeladen, die Wohnzimmer und Innenhöfe zu bevölkern, um gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen.
In Aushängen in Buchhandlungen, Bäckereien und Schaukästen der Kirchgemeinden sowie unter www.adventskalender.kirchendenkmale-gundorf.de erfahren Interessierte, wo jeden Abend um 19 Uhr das lebendige Adventsfenster geöffnet wird.
Jenifer Hochhaus
Leipziger Volkszeitung, 29.11.2010
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Nachricht vom 23.11.2010
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