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"Betriebsausflug" bringt Hamburger Künstler auch in die Georg-Schwarz-Straße

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Der "Betriebsausflug" bringt Hamburgs kulturelles Angebot der freien Kunst-Szene nach Leipzig. Auch in der Georg-Schwarz-Straße werden vom 20.04. bis 05.05.2012 Ausstellungen zu erleben sein.
„Leipzig will 300 Hamburger Künstlern Asyl bieten“, sollten sie aus dem Gängeviertel wieder vertrieben werden - so titelte im September 2009 die LVZ, sich beziehend auf eine “Einladung” des Baubürgermeisters
Herrn zur Nedden. Schon seit Jahren erscheinen Artikel über den Leipziger “Freiraum”. Kreative Ideen, günstige Ateliers für Künstler, die besondere Lebensqualität und Atmosphäre für Studenten werden beworben. In Leipzig möchte man nichts mehr davon hören.
Die Diskussion um Kreativwirtschaft als Standortmarketing und die Instrumentalisierung der freien Kunstszene in Städten wie Hamburg und Berlin, bringt die Akteure in Leipzig dazu, die Entwicklung in der eigenen Stadt bewusst mitzugestalten. Die gegensätzlichen Beschaffenheiten und Situationen der beiden Städte sind zu erforschen, zu diskutieren und zu reflektieren. Dieses Projekt ist ein Experiment und eine Plattform. Welchen Effekt hat eine derart plakative und sich gleichzeitig in Frage stellende Aktion? Aus Hamburger Sicht wird ein Zeichen gesetzt, indem zeitgleich über 250 KünstlerInnen die Stadt Hamburg verlassen werden. Bereits viele Menschen aus dem Kulturbetrieb haben Hamburg aus besagten Gründen den Rücken gekehrt. Nach Berlin scheint nun Leipzig einen großen Reiz auszustrahlen.
Platz ist jedenfalls genug, da beinah alle Kunsträume Leipzigs die Tore aufgemacht haben, zeitgenössische Künste aus Hamburg zu präsentieren. Ihre Ausstellungen sind für Jeden kostenlos zu besuchen.
Aufgepasst! Leipzig bekommt neue Gastarbeiter - die Hamburger!
Mehr Infos zu Veranstaltungen und Ablauf des Betriebsausfluges gibt es hier.
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Nachricht vom 10.04.2012
Autor: Enrico
