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Flair der Zwanzigerjahre

- Bild: kunZstoffe e.V.
Ehemalige Flaniermeile Georg-Schwarz-Straße soll künstlerische Werbeschilder erhalten
In der Georg-Schwarz-Straße in Leipzig könnte es künftig deutlich bunter aussehen. Im Rahmen des Projekts "Landmarken" sollen noch in diesem Jahr entlang der Straße, die durch die Stadtteile Lindenau und Leutzsch führt, künstlerische Werbeschilder angebracht werden.
Die Georg-Schwarz-Straße sei in den Zwanzigerjahren eine beliebte Flaniermeile gewesen, mit vielen Kneipen und Kinos, sagt Susanne Stoll vom Verein Kunzstoffe. An diesen Gedanken knüpfe das "Broadway" genannte Vorhaben an. Kunzstoffe hatte sich zusammen mit anderen Kreativen an dem Projekt "Landmarken" beteiligt und Vorschläge eingebracht, wie die Straße noch vor der mittelfristig geplanten Sanierung durch die Stadt aufgewertet werden könnte. Die Initiative wurde von Leipzigs Stadtplanungsamt gemeinsam mit ortsansässigen Vereinen und Bürgern gestartet.
Geplant ist, an markanten Punkten der Straße Leuchtreklameschilder anzubringen. Denkbare Orte seien Cafés, Kulturräume und interessierte Geschäfte, jeweils in Absprache mit den Besitzern, so Stoll. "Wir wollen einen kleinen Baustein zur Wiederbelebung der Straße beitragen und Anreize schaffen, sich mit einem kleinen Laden niederzulassen", erklärt Almuth Krause vom Leipziger Landschaftsarchitekturbüro Spiel.Raum.Planung, das das Projekt seit Februar 2011 betreut. Die Leuchtschilder sollen eine "künstlerische Interpretation von Werbung" sein, wie Krause betont. Der Anteil an Schrift und Zahlen auf den Schildern sei begrenzt. Stattdessen solle durch Bilder auf die Art des Geschäfts hingewiesen werden. Die genaue Gestaltung der Schilder liegt in den Händen von Leipziger Grafikern. "Diese entwickeln von Mitte Januar bis März in einem Werkstattverfahren die Entwürfe", erklärt Krause. Im Juni sollen die ersten Tafeln in der Straße angebracht werden. Die ersten zehn werden ebenso wie das gesamte Projekt mit Geld aus dem Bundesforschungsprogramm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) gefördert.
Der Verein Kunzstoffe hofft, dass es nicht bei zehn Schildern bleibt und örtliche Unternehmer weitere Tafeln anbringen. Susanne Stoll betont aber: "Wir wollen den Geschäftsleuten nichts vorschreiben." Die Konzipierung und Umsetzung geschehe in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern.
Robert Berlin/Robert Nößler
Leipziger Volkszeitung vom 7. Januar 2012
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Nachricht vom 19.01.2012
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