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Mehr Geld für Betreuung Alkoholkranker

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Projekt in Lindenau, Plagwitz Leutzsch kann fortgesetzt werden
Die für das Projekt "Aufsuchende Straßensozialarbeit für Alkoholkranke" zusätzlich im Haushalt 2012 bereitgestellten 85000 Euro "sind gut angelegtes Geld". Das meinte gestern Grünen-Stadträtin Katharina Krefft. Schließlich bedeuteten die gesellschaftlichen Folgen von Sucht und Alkoholismus langfristige Kosten für Kommune, Krankenkassen und sonstige. "Mit diesem Projekt können sie vermieden werden - und die Zumutungen für das Umfeld werden deutlich gemindert", sagte Krefft.
Sie begrüßte daher, dass der Stadtrat auf seiner Dezember-Sitzung mehrheitlich einem Antrag ihrer Fraktion zugestimmt hatte, die Mittel zu erhöhen. Damit könne das Projekt, das von der Träger Suchtzentrum Leipzig gemeinnützige GmbH betreut wird, in Lindenau, Plagwitz und Leutzsch fortgesetzt werden. Die Anschlussfinanzierung der Stadt Leipzig an die im April auslaufende Förderung der Europäischen Union für das Projekt sei gesichert.
Krefft sagte, alkoholkranke Menschen und die damit verbundenen Probleme und Auswirkungen auf die Umwelt gebe es an vielen Orten im Stadtgebiet. "Eigentlich nur durch direkte Ansprache und zuverlässigen Beziehungsaufbau der Sozialarbeiter entstehen realistische Re-Integrationschancen." Nur mit langem Atem gelinge es, im Suchtfall Menschen bei diesem Ausstiegsweg ausreichend zu begleiten und alle angehäuften Probleme zu bearbeiten, so dass das eigene Leben wieder übersichtlich werde und Tagesabläufe zu bewältigen seien.
Leipzig nimmt mit diesem Projekt nach Einschätzung der Grünen-Politikerin eine Vorreiterrolle ein - es werde von anderen Großstädten mit Interesse beobachtet. Das Projekt sei auf Antrag ihrer Fraktion und durch engagierte Bearbeitung durch das Gesundheitsamt nach der Ausschreibung vom Suchtzentrum realisiert worden. "Von der Straße ins Leben" wirke bereits seit zwei Jahren, es sei gelungen, einige Trinkerplätze aufzulösen, die Menschen für Soziale Hilfen anzusprechen und in ihrem Trinkverhalten positiv zu beeinflussen. Die Arbeit werde von zwei Sozialarbeitern ausgeführt. Sie hätten den Kontakt zu den Gruppen auf- und ausbauen können. "Der Erfolg ist ebenfalls messbar an der Zahl der auffallend stark zurückgegangenen Anzeigen wegen Störung öffentlicher Ruhe und Ordnung."
Krefft verwies darauf, dass viele Anfragen aus anderen Stadtbezirken vorlägen. Sie seien allerdings nicht berücksichtigt worden, da die Förderung durch EU-Mittel die strenge Beschränkung auf das Fördergebiet verlange. "Mit der städtischen Finanzierung wird nun auch die stadtweite Ausweitung des Angebotes ermöglicht", betonte die Stadträtin.
Ulrich Milde
Leipziger Volkszeitung vom 23.12.2011
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Nachricht vom 23.12.2011
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