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Förderung mit Verfügungsfonds für Georg-Schwarz-Straße 7

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Dach, Fassade, Kräuterladen: Verfügungsfonds hilft Georg-Schwarz-Straße attraktiver zu machen

Leipzig, den 16.12.2011

Die Georg-Schwarz-Straße ist um eine erneuerte und abgestrahlte Gründerzeitfassade reicher. Das Haus Nr. 7 hat entsprechende, denkmalgerecht ausgeführte Arbeiten hinter sich – lediglich die Erdgeschosszone muss noch bis 2012 warten. Seit 2009 ist hier der Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e. V. ansässig. Insgesamt 14.000 Euro flossen in die Erneuerung von Stuck, Dach und Fassade – Mittel, die der Verein allein nicht hätte aufbringen können. Möglich machte dieses Vorhaben der Verfügungsfonds, ein neues Instrument der Städtebauförderung, u. a. im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (SOP). SOP-Fördergebiete in Leipzig sind die Georg-Schwarz-Straße und die Georg-Schumann-Straße. Aus dem Verfügungsfonds kann das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) Fördermittel für kleinere Investitionen vergeben, die sich positiv auf das Umfeld auswirken. Heute (16. Dezember) überreichte Amtsleiter Karsten Gerkens den Zuwendungsbescheid für das zweite Verfügungsfonds-Projekt an Juliane Eichentopf, die im bislang leer stehenden Ladenlokal Georg-Schwarz-Straße 170 das Kräuterfachgeschäft „Auenland-Kräuter“ etablieren wird.

Die Förderquote bei Verfügungsfonds-Projekten beträgt 50 Prozent, die andere Hälfte muss der Investor finanzieren. Über die Vergabe entscheidet das ASW auf Empfehlung des sogenannten Magistralenrats, eines lokalen Gremiums aus Gewerbetreibenden, Vereinsvertretern und Anwohnern. Für Revitalisierungsmaßnahmen in der Georg-Schwarz-Straße stehen bis 2015 insgesamt 250.000 Euro aus dem Verfügungsfonds bereit – wenn sich eben so viele Mittel auf privater Seite finden.

Die beiden ersten Projekte im Einzelnen
Das Haus Georg-Schwarz-Straße 7 wurde 2009 vom Verein kunZstoffe e.V. von der LWB im Erbbaurecht übernommen. Seither wird es Stück für Stück saniert und ausgebaut. Es bietet Raum für Sitz des Vereins, für seine Projekte wie die Materialsammlung und die Workshops sowie Arbeits- und Atelierräume für derzeit 15 Manufakturisten und Künstlerinnen. Dringend notwendig und bereits für den Spätsommer 2011 vorgesehen waren die Reparatur der kaputten Dachrinne, Maßnahmen gegen die eindringende Feuchtigkeit in den oberen Etagen und eine wirksame Abwehr der Tauben. Für diese unbedingt notwendigen Arbeiten hätte der Verein etwa 3.500 Euro aufbringen müssen (Genehmigungen, Gerüst, Dachrinne und Taubenvergrämung). „Aufgrund der 50-prozentigen Förderung im Rahmen des Verfügungsfonds haben wir uns entschlossen, noch einmal die gleiche Summe an Eigenmitteln draufzulegen, um damit rund 7.000 Euro Fördergeld zu erhalten“, sagt Vereinsmitglied Roman Grabolle. So konnten über das unbedingt notwendige Maß hinaus auch noch für etwa 9.000 Euro die Fassade denkmalgerecht saniert und für 1.500 Euro Fenster und Hoftür aufgearbeitet werden.

Die Sanierung der Erdgeschosszone war aufgrund des Tunnelgerüstes und der tiefen Temperaturen in diesem Jahr nicht mehr möglich. Sie wird voraussichtlich 2012 durch Monika Eppelt, die Betreiberin der vor wenigen Wochen neu eröffneten Manufakturwarengalerie „kunZ von kaufungen“, in Angriff genommen werden – eventuell mit einer erneuten Unterstützung durch den Verfügungsfonds.

Das Fachgeschäft “Auenland-Kräuter“ wird mit Hilfe des Verfügungsfonds in der Georg-Schwarz-Straße 170 eingerichtet – im Stil der Zeit um 1900. Auf einer Verkaufsfläche von nur 17 m² soll es künftig neben Kräutern auch Gewürze, Tee, hochwertigen Kakao, Kräuterlikör und die zur Weinherstellung erforderlichen Geräte geben. Die Ladenfenster werden neu verglast, die Holzelemente an Tür und Fenstern aufgearbeitet, Strom und Wasser neu gelegt, der Dielenboden abgeschliffen und die Ladenfassade verputzt. Die Gesamtkosten betragen 5.800 Euro. Die zukünftige Ladeninhaberin Juliane Eichentopf wird dabei viele Leistungen selbst erbringen. Das neue Kräuterfachgeschäft soll einen Glanzpunkt im hinteren Bereich der Georg-Schwarz-Straße setzen und Besucher über die Grenze des Leutzscher Rathauses hinaus locken. Die Inbetriebnahme ist für Ende Januar 2012 geplant.

Den Artikel und weitere Hinweise zum Programm finden Sie hier.


Nachrichtenübersicht Nachricht vom 17.12.2011
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