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Einzugsfete für den "Dinosaurier"

Bildinhalt: Einzugsfete für den "Dinosaurier"  | Foto: Andreas Döring
Foto: Andreas Döring
 

Einzugsfete für den "Dinosaurier"

Leipzigs Diakonissenkrankenhaus verfügt jetzt als zweiter Standort Deutschlands über Super-Hightec-"Röhre"

Entspannt in die "Röhre", aufs Feinste durchleuchtet: Praxis-Mitarbeiterin Antje Wadewitz bedient den neuesten Magnetresonanz-tomographen-Typ "Ingenia".

In der Radiologischen Gemeinschaftspraxis am Diakonissen-Krankenhaus wurde Dienstagabend gewissermaßen der Einzug eines theropodenen Dinosaurier gefeiert. Jedenfalls trägt die Hightech-"Röhre", die dort in einer gelungenen Kombination modernster Technik nebst Raum- und Lichtkonzept verortet wurde, den Namen jener Uralt -Riesenechse aus der Mongolei: Ingenia, "Aus meiner Sicht hat die Praxis, geführt durch acht Fachärzte für Diagnostische Radiologie, in den letzten Wochen großes vollbracht. Mit Ingenia konnten wir an diesem Standort ein weltweit erstes, volldigitalisiertes Breitband MRT-System in Betrieb nehmen", ist Geschäftsführer Pfarrer Hans-Christoph Runne für das Geschöpf voll entflammt.
Konkret sei es in Ostdeutschland der erste und bundesweit, nach Bremen, der zweite 1,5-Tesla-Magnetresonanztomograph namens Ingenia der Firma Philips, mit dem sich nun für die Patienten in mehrfacher Hinsicht optimierte Untersuchungsmöglichkeiten ergeben würden, erklärt Doktor Ute Bayer von der Praxis. Allein schon mit 70 Zentimeter Tunnelweite biete die Superröhre dem Patienten einfach viel mehr Platz im Vergleich zu herkömmlichen MR-Tomographen, die es im Schnitt nur so auf 50 bis 60 Zentimeter brächten. "Dadurch werden nun Untersuchungen etwa für Menschen mit Adipositas oder Klaustrophobie erleichtert oder gar auch erstmals möglich", so Bayer. Auch exzentrisch zu lagernde Körperregionen - wie zum Beispiel Unterarme samt angrenzender Gelenke - ließen sich jetzt einfach viel besser "unter die Lupe nehmen".
Zusätzlich sorgt in der aktuellen Installation ein ausgeklügeltes Raum- und Lichtkonzept für entspannte Untersuchungsbedingungen: Hinterleuchtete, großformatige Wand- und Deckenbilder sowie eine regulierbare Raum- und Gerätebeleuchtung erzeugen eine beruhigende Atmosphäre während der Vorbereitung und Lagerung des Patienten.
"Vor allem aber bietet das Gerät auch technisch optimale und teils neue Bildgebungsmöglichkeiten - etwa eine höhere Ortsauflösung in der Gelenkdiagnostik, Erweiterungen in der bildgebenden Herzdiagnostik, ergänzende neue Methoden in der Darstellung und Verlaufskontrolle bei Tumoren, Abbildung der Nervenfaserbahnen und verbesserte Möglichkeiten für die Gefäßdiagnostik", zählt Bayer auf.
"Ingenia, am 12. Januar dieses Jahres erstmals der Fachöffentlichkeit Europas präsentiert, steigert kurz gesagt ohne Röntgenstrahlung die Verlässlichkeit der Diagnose - und das bei kürzerer Untersuchungsdauer", meint Runne. Die feierliche Inbetriebnahme des neuen Hightechgeräts erfolgte übrigens ganz feierlich gemeinsam mit einer Vernissage zur inzwischen 20. Kunstausstellung in besagter Gemeinschaftspraxis.
Angelika Raulien

Leipziger Volkszeitung vom 24.11.2011


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