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Lesung neugriechischer Lyrik im hinZundkunZ

Bildinhalt: Lesung neugriechischer Lyrik im hinZundkunZ | Jannis Ritsos
Jannis Ritsos
 

Westwärts!
Leipzig liest
Die Buchmesselesungen auf der Georg-Schwarz-Straße

Freitag, 24.03.2017
hinZundkunZ, GSS 9

19.00 Uhr Jannis Ritsos, Katerina Angelaki-Rouk: Über Homer und Mythos hinaus. Neugriechische Lyrik (Reinecke&Voß)

Zwei deutsche Erstübersetzung zeigen die Vielfalt der neugriechischen Lyrik.

In den ersten Jahren der Militärdiktatur schrieb Jannis Ritsos (1909-1990), der auf Samos unter Hausarrest stand, eine Reihe von lyrischen Monologen homerischer Helden. Seine Helena ist der Schwanengesang einer sterbenden Muse, für die die „schöne Helena”, um die Griechen und Trojaner kämpften, nur noch eine fahle Erinnerung aus einer bedeutungslosen Vergangenheit ist. In einem kreisenden Redefluss bewegt sie sich um die Pole Innen und Außen, Jugend und Alter, heroische Vergangenheit und von Eitelkeit und Gier gekennzeichnte moderne Gegenwart. Und zeigt sich dabei als scharfe und kluge Beobachterin menschlichen Verhaltens, deren Melancholie niemals in Larmoyanz umschlägt.

Auch Katerina Angelaki-Rouk (geb. 1935), die in Deutschland erst noch als große Lyrikerin zu entdecken ist, schreibt im Bewusstsein, in einer langen Tradition zu stehen, die sie, radikaler noch als die Dichter der klassischen Moderne, erneuert. Der Band „Die Engel sind die Huren des Himmelreichs” bietet einen Querschnitt durch ihr Schaffen von den Schilderungen prallen Lebens bis hin zu dem Versuch einer Poetologie des Todes.

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Nachrichtenübersicht Nachricht vom 18.03.2017
Autor: Susanne

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