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Verfügungsfonds sollen Magistralen verschönern

Bildinhalt: Verfügungsfonds sollen Magistralen verschönern | Foto: Christina Weiß
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Verfügungsfonds sollen Magistralen verschönern
Amt für Stadterneuerung startet neues Programm

Das Wort Verfügungsfonds dürften viele Leipziger schon mal gehört haben. Ob in Grünau, in Leutzsch oder im Leipziger Osten - unter diesem Namen wurden bereits mehrere Finanztöpfe aufgestellt, deren Inhalt bei kleinen Verschönerungen oder Veranstaltungen im Stadtviertel unbürokratisch helfen soll. Meist wurden die Töpfe gespeist aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt", umfassten maximal 20.000 Euro
pro Jahr und Fördergebiet.

Nun startet das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) ein weiteres Programm mit dem bekannten Namen - das allerdings ganz andere Dimensionen annehmen könnte. Es geht um insgesamt 250.000 Euro, die in die Belebung der geschundenen Magistralen Georg-Schumann- und Georg-Schwarz-Straße fließen sollen, erklärt Amtsleiter Karsten Gerkens.
Auch im Bülowviertel in Volkmarsdorf komme der neuartige Fonds zum Einsatz. "Wenn wir feststellen, dass es dafür erheblichen Bedarf gibt, könnte der Betrag angesichts der Priorität der Georg-Schumann-Straße sogar noch steigen." Die Fördersumme werde dabei durch privates Engagement auf jeden Fall verdoppelt. Denn Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds erhält nur, wer mindestens in gleicher Höhe selbst investiert.

Im Unterschied zu früheren Programmen sollen nun auch deutlich größere Vorhaben eine Chance erhalten, um beispielsweise dem enormen Leerstand in den Ladengeschäften an den Magistralen begegnen zu können. Pro Vorhaben sind Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro möglich, bei begründeten Ausnahmefällen darüber hinaus. Das Geld stammt teilweise aus dem jüngst vom Freistaat aufgestockten Bund-Länder-Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren".
Zum Beispiel könne ein Hauseigentümer auf diesem Weg ein Ladengeschäft im Erdgeschoss herrichten und Vorbereitungen für die Sanierung der Obergeschosse bestreiten. Das ASW prüft zuvor nur, ob ein Vorhaben den Entwicklungszielen entspricht. Die Entscheidung, welche Projekte Geld erhalten, trifft ein Magistralenrat, dem Anwohner, Vertreter von Bürgervereinen und größeren Unternehmen angehören sollen. Für die Georg-Schumann-Straße wird dieser Rat am 10. November gewählt, für die Georg-Schwarz-Straße ebenfalls noch in diesem Jahr. Um das Programm bekannt zu machen, werden die jeweiligen Magistralenmanager (Daniela Nuss in der Georg-Schwarz-Straße 122, Tel. 0341 2230406, sowie Dirk Zinner in der Georg-Schumann-Straße 126, Tel. 0341 26404049) in den nächsten Wochen auch gezielt Anrainer ansprechen. Erste Projekte könnten noch 2011 starten, erläutert Gerkens. "Interessenten sollten sich möglichst bald bei den Magistralenmanagern melden, damit wir für 2012 und die Folgejahre entsprechend planen und Mittel bereitstellen können."
In Kombination mit den Mikrokrediten oder der EU-Förderung für kleine Unternehmen an der Georg-Schwarz-Straße seien die Fonds eine echte Chance, damit sich vor Ort bald was tut.
Jens Rometsch

Bericht aus der Leipziger Volkszeitung (LVZ) vom 21.10.2011

Anmerkung der MM-Redaktion:
Erste Projekte in der Georg-Schwarz-Straße wurden im September eingereicht und auf der ersten Sitzung des Magistralenrats behandelt. Das erste unterstützte Vorhaben ist die Fassadensicherung der GSS 7. Das Gerüst wird Mitte November fallen – der newsletter wird darüber berichten.


Nachrichtenübersicht Nachricht vom 07.11.2011
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